Von der Innovation zum Industriestandard
CASE STUDY
Seit vier Jahren sortiert OSR Metallrecycling Automobilschrotte mit der LIBS-Technologie von Cleansort legierungsrein. Bisher sind es mehr als 20.000 Tonnen Aluminium, mit bis zu 98 Prozent CO₂-Einsparung gegenüber Primäraluminium. Wie aus einem Pionierprojekt ein verlässlicher Standard wurde, zeigt die Case Study.
Wie wird aus einem Pionierprojekt ein Industriestandard?
Als OSR 2022 die laserbasierte Sortierung von Cleansort einführte, war sie im industriellen Schichtbetrieb kaum erprobt. Heute läuft die Anlage im Dauerbetrieb, teils in drei Schichten. OSR hat damit einen Erfahrungsvorsprung, den viele Unternehmen, die die Technologie gerade erst einführen, noch aufbauen müssen.
PRÄZISION, DIE DEN UNTERSCHIED MACHT
Verschmutzte oder gemischte Automobilschrotte bringen klassische Sortierverfahren wie Röntgentransmission, Dichtetrennung oder optische Systeme an ihre Grenzen, vor allem wenn es um die Trennung chemisch eng verwandter Legierungen geht. Das patentierte, zweistufige Verfahren von Cleansort löst genau dieses Problem: Eine gezielte Laserreinigung legt die Materialoberfläche frei, die anschließende Spektroskopie analysiert die exakte chemische Zusammensetzung, unabhängig von Beschichtung oder Verschmutzung. So trennt die Anlage Aluminiumschrotte legierungsrein in die 5000er- und 6000er-Fraktion.
Das Ergebnis lässt sich in Zahlen fassen: mehr als 20.000 Tonnen sortiertes Aluminium, bis zu 98 Prozent CO₂-Einsparung gegenüber Primäraluminium und 142.000 Tonnen vermiedene Emissionen. Möglich wurde diese Entwicklung durch ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Projekt, aus dem über die Jahre eine enge Partnerschaft gewachsen ist, die heute als Blaupause für geschlossene Materialkreisläufe im Metallrecycling dient.

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